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Wohin nur mit all dem Gemüse?

Die Kinder hatten eine Idee

Wir sind nun wirklich schon eine größere Familie. Aber das, was wir hier an Gurken und Zucchini zur Zeit ernten, das schaffen auch wir nicht zu essen. Beziehungsweise, man mag es auch irgendwann nicht mehr essen.

Als wir gestern aus dem Sommer-Kurzurlaub, von Fehmarn, zurückgekommen sind, waren wieder unmengen an Gurken reif. Ebenso ein Kohlrabi, zwei Zucchini (eigentlich schon drei, aber eine haben wir mal noch für heute dran gelassen) und Bohnen, Bohnen, Bohnen...

 

Erst hatte ich eine gute Idee, aber dann hatten die Kinder eine bessere:

Teilen ist toll

Nur ein kleiner Überblick:

 

Wir haben an einem Tag 4,2 kg Einlege- und Freilandgurken sowie zwei Zucchini mit insgesamt 1,75 kg und über zwei Kilo Bohnen geerntet.

 

Nachdem ich schon bei den Nachbarn gefragt hatte und nur wenige Gurken losgeworden bin, habe ich kurzerhand einen kleinen "Verkaufstisch" gebastelt und an die Strasse gestellt. Warum nicht mit anderen unsere echt leckeren Gurken teilen und wenn noch jemand ein paar Cent in die Büchse wirft, umso besser.

Problem: Ferien

Das Problem ist nur, es sind Ferien. Kaum jemand, der spazieren geht oder vorbeifährt.

Das haben die Kinder dann auch nach einer Weile gemerkt und Jani hatte dann die rettende Idee: Kommen die Leute nicht zu uns, müssen wir zu ihnen.

Gesagt, getan. Jani und Lyan sind mit einem Korb in der Hand, mit Kohlrabi, Zucchini und Gurken bestückt losgegangen und haben überall geklingelt und unser Gemüse angeboten. Wer möchte, der darf etwas geben, muss aber nicht. Wir teilen auch ohne Geld.

Das war die devise und das haben sie den Leuten auch gesagt.

 

Zweimal Korb auffüllen und etwa eine Stunde später, war fast die ganze Siedlung abgelaufen. Wir hatten zwar immer noch Gurken übrig, aber lange nicht mehr so viel wie vorher.

 

Und jetzt kommt der Hammer: Als wir die Dose mit dem Geld geöffnet und dann gezählt haben, konnte ich es kaum fassen. Die Jungs haben in einer Stunde 29,10 EUR für unser Gemüse bekommen. Wahnsinn!

Natürlich spielt da der Kinder-Niedlichkeits-faktor eine Rolle. Viele geben mehr, als sie müssten, weil da Kinder an der Tür stehen. Aber trotzdem. Was für ein Erlebnis, nicht nur für die Kids.

 

Natürlich wurde fair geteilt. Der "Bauer" (also ich) hat 9,10 EUR bekommen. Für seine Arbeit und neue Samen fürs neue Jahr. Die "Verkäufer" haben jeweils zehn Euro für Ihre tolle Arbeit bekommen. Ist doch fair, oder?

 

Heute stehen wieder neue Gurken und Zucchini an der Strasse... und bei der Hitze kommt einfach keiner vorbei...

René


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