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Unsere erste eigene Wassermelone

Minimelone - riesen Erfolg

Melonen anzubauen habe ich ja schon des öfteren versucht. Gelungen ist es mir aber bisher noch nicht. Im vorletzten Jahr habe ich sie aus Platzgründen, weil wir nur ein kleines Foliengewächshaus hatten, im Freiland ausgepflanzt. Das hat denen bei dem miesen und teilweise kaltem Sommer gar nicht gefallen. Sind irgendwann nicht mehr gewachsen und eingegangen.

 

Im letzten Jahr habe ich zwei Wassermelonen und zwei Honigmelonen im Gewächshaus gepflanzt. Das haben wir uns neu geholt und deshalb auch genug Platz gehabt.

Allerdings hatten wir im letzten Jahr eine Schneckeninvasion bei uns im Garten. Selbst im Gewächshaus. Es war teilweise so nass, über Wochen und Monate hinweg, das die Böden gar kein Wasser mehr aufgenommen haben. Ein Paradies für die schleimigen Kreaturen, die mir meine Melonen komplett weggeputzt haben.

Ich steck die da mal mit rein

Dieses Jahr habe ich dann auch mal wieder Melonen in kleinen Töpfen im Haus ausgesät, aber laut Beetplan eigentlich gar keinen Platz mehr dafür gehabt. Aber wie es in jedem Jahr ist, ich konnte es nicht sein lassen und hab sie einfach ausgesät.

Als dann Zeit zum auspflanzen war, waren natürlich alle Beete besetzt. Klar, hab ja nach Beetplan gepflanzt. Wohin also mit meiner Wassermelonenpflanze?

 

Das einzige Beet, wo rein optisch noch genug Platz war, das war unser Beet mit den Zucchini. Denn die waren noch recht klein. Passt schon, dachte ich. Steck mal die Starkzehrer zu den Starkzehrern... Die ausladene "Schlingpflanze" zu den riesigen Zucchini.



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Novemberbild
Ein Tag im Garten anfang November

Wassermangel und Nährstoffkonkurrenz

Das ich sie in ein Hochbeet ins Freie gepflanzt habe, das hat in diesem Jahr überhaupt nichts ausgemacht. Wie jeder andere (Hobby-)Gärtner das wohl genauso gemerkt hat, sind in diesem Jahr bei den Temperaturen und der Sonnenstunden die wir hatten, alle möglichen tropischen Früchte gedeiht.

So auch meine Melonenpflanze.

 

Dann kam allerdings irgendwann die Blütenbildung und dementsprechend später auch die Fruchtbildung. Und Wassermelonen brauchen dann auch hier und da mal ordentlich Wasser. Wenn es dann aber mal so vier Monate am Stück nicht regnet, dann hat man ein Problem. Die Regenwassertanks waren ja auch schnell geleert.

So musste dann also wenigstens ab und zu mal mit Frischwasser aus der Leitung ausgeholfen werden.. Einen Vorteil hatte ich nun aber doch in diesem Jahr:


Die riesigen Zucchinipflanzen haben zwar in Nährstoffkonkurrenz mit der Melone gestanden, aber dafür haben diese der Melone auch sehr viel Schatten gegeben. Ich glaube, das war bei der langen Hitze wirklich von Vorteil. Denn die Zucchinis haben das heisse Wetter tatsächlich richtig gut weggesteckt. Die Melone hatte darunter zu kämpfen, das sah man ihr manches mal schon an.

 

Auf dem Bild seht ihr auch wie es der Melone teilweise ging. Das Bild habe ich geschossen, nachdem ich sie gerade gegossen hatte.

Klar haben die Zucchini ihr auch Nährstoffe geraubt. Es war ja von vornherein klar, dass das nix werden kann. Ist ja schon Jahre vorher nichts geworden. Mit essbaren Früchten rechnet man da nicht mehr.

Doch Ende August war es dann soweit. Unsere kleine Minimelone ist zwar seit Wochen nicht mehr weiter gewachsen, aber sie sah soweit noch sehr gut aus. Beim Klopftest hab ich geschätzt, das sich das reif anhört. Aber vor allem sahen die Stängel der Pflanze nicht mehr gut aus. Sie hatte auch kaum noch Blätter. Da konnte nix mehr zu ihr durchkommen.

Also... bevor unsere Zwergmelone in der Hitze eingeht: Ab damit.

 

Ganze 844g brachte dieser Zwerg auf die Waage. Nicht sonderlich viel für sechs Personen. Reichte aber, das jeder mal zwei Stücke probieren konnte.

 

Was soll ich sagen?!?!.... ich kaufe keine Wassermelone mehr im Laden. Das ist ja wirklich nur Wasser. Ich hab zum ersten mal eine selbst angebaute Melone gegessen und ich werde nur noch eigene Melonen essen. Die war sooo lecker. Richtig intensiver Geschmack. Fruchtig, lecker. Und die war so saftig, das uns das Wasser beidseitig aus dem Mundwinkel geflossen ist. Vom Teller konnte ich hinterher trinken. Und ich schwärme heute noch von diesem intensiven Geschmack.

 

Im nächsten Jahr MÜSSEN die Wassermelonen einfach was werden. Und selbst wenn es wieder Zwergmelonen werden. Mir egal.

René


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